Die Perlen

Mit Perlen verbinden die Menschen damals wie heute kostbare Steine von hohem Wert. Um den wahren Wert zu erkennen und zu bestimmen, ob es überhaupt echte Perlen sind, dazu braucht es Experten, Kenner. Deswegen hat Jesus beispielsweise das himmlisches Königreich mit einer Perle verglichen, für die ein Kaufmann alles was er hat verkauft, nur um diese eine Perle zu besitzen (Mt 13,45). Auch das himmlische Jerusalem hat Perlen, nämlich seine zwölf Tore bestehen aus zwölf Perlen (Offb 21,21). Beide Bilder passen geistlich zu dem, was Jesus in der Bergpredigt meinte, als Er sagte, dass wir unsere Perlen nicht vor die Schweine werfen sollen. Ich verriet bereits in der Einleitung, dass Jesus damit gewisse Lehrinhalte meinte. Die Frage ist nun: Welche?

Origenes, der nicht nur Katechumenen unterwies und nicht nur den ersten Bibelkommentar der Christenheit verfasste, verbrachte auch viel Zeit damit, die tiefen Hintergründe von allem zu ergründen und somit profund Irrlehrer zu widerlegen, die mit perfiden Sonderlehren und Geheimlehren immer wieder leichtfertige Christen verführten. Einer der Haupttaktiken der Häretiker war ja, dass sie die Apostel, Propheten und Lehrer Christi als ungebildet und unwissend darstellten, so als wüssten die nicht alles und so als würden sie einen Gott anbeten, der sie absichtlich dumm und unwissend bleiben lässt. Das war auch schon die erste Taktik des Teufels, der Schlange, die Eva genau mit dieser Masche verführte um vom Baum der Erkenntnis zu essen. Diesen Baum hat Gott aber aus gutem Grund den Menschen verboten. Wie antwortete nun Origenes einem solchen Verführer, der mit besonderen Lehren versuchte die Christen herauszufordern?

Wir könnten über diesen Gegenstand viele und tiefe Gedanken äußern, doch es paßt auf ihn das Wort: „Das Geheimnis eines Königs zu verbergen ist schön“. Sonst würde vielleicht die Lehre von der Bindung der Seele an den Leib, die nicht eine Wanderung derselben von einem Leib in einen andern voraussetzt, den ersten besten Leuten zu Ohren kommen, und so würde „das Heilige den Hunden gegeben“, und „die Perlen würden den Schweinen vorgeworfen werden“. Ein solches Handeln wäre gottlos und würde Verrat an den geheimnisvollen Aussprüchen der göttlichen Weisheit in sich schließen, von der so schön geschrieben steht: „In eine Böses ersinnende Seele wird die Weisheit nicht eingehen, noch wird sie Wohnung nehmen in einem Leibe, der der Sünde verfallen ist“. Es genügt aber, das mit verborgenem Sinn in der Form einer Erzählung Gesagte nach Art der Geschichte darzustellen, damit die Befähigten den Sinn der Stelle für sich selbst mit herausarbeiten können.

Origenes († 253/54) Contra Celsum Gegen Celsus (BKV), Fünftes Buch, 29.

Was fällt auf? Vieles, wie ich meine. In dem kurzen Text steckt eine geballte Ladung, die es zu erfassen gilt und die auch andere frühe Christen uns in Folge liefern werden. Erstens kennen moderne Christen höchstwahrscheinlich nur eine der drei zitierten Stellen. Den Rest können sie nur finden, wenn sie die vollständigen Schriften haben, wie Jesus, Seine Aposteln und die frühen Christen sie hatten. Mehr sage ich jetzt dazu nicht. Ich habe auch bewusst sämtliche Schriftzitate der frühen Christen in diesem Beitrag nicht mit Quellenangaben versehen, denn das taten die frühen Christen auch nicht. Sie muteten ihren Lesern zu, dass sie entweder die Schriften kennen oder sich darin unterweisen lassen. Alle anderen, die lieber urteilen als zu wissen, fallen automatisch unter das Gebot, um das es hier geht. Genauso handhabten das übrigens bereits alle Autoren des Neuen Testaments. Zweitens kennt Origenes nicht nur das Gebot, sondern beachtet es auch gewissenhaft und bindet nicht den ersten besten Leuten alle Lehren auf die Nase. Drittens nennt Origenes ein solches Handeln, das jedem alle Lehren zu Ohren kommen lässt, gottlos und Verrat an den geheimnisvollen Aussprüchen der göttlichen Weisheit. Starke Worte. Gottlosigkeit und Verrat sind immerhin Ausschlussgründe vom Reich Gottes! Höchste Zeit also, sich Gedanken darüber zu machen.

Clemens von Alexandria bekennt:

Da die Überlieferung wenigstens nach dem Urteil dessen, der eine Vorstellung von der Erhabenheit der Lehre bekommen hat, kein Gemeingut und nicht allen ohne Unterschied zugänglich ist, muß man also „die in der Form eines Geheimnisses verkündete Weisheit“, die der Sohn Gottes lehrte, verbergen.

So muß ja der Prophet Jesaias seine Zunge mit einem Feuerbrand reinigen lassen, damit er das Gesicht verkündigen könne, und auch bei uns muß nicht nur erst die Zunge, sondern auch das Gehör geheiligt werden, wenn wir versuchen wollen, Teilhaber der Wahrheit zu sein.

Dieser Gedanke hemmte mich beim Schreiben, und noch jetzt scheue ich mich, „die Perlen“ wie es heißt, „vor die Schweine zu werfen, damit sie sie nicht mit ihren Füßen zertreten und sich gegen euch wenden und euch zerreißen.“

Denn es ist schwer, die wahrhaft reinen und durchscheinenden Lehren über das wahre Licht vor Hörern zur Schau zu stellen, die den Schweinen gleichen und „ungebildet“ sind. „Denn es gibt kaum irgendwelche Lehren, die anzuhören der großen Masse mehr Anlaß zu Spott, den Verständigen dagegen mehr Anlaß zu Bewunderung und Begeisterung gäbe.“

Clemens von Alexandrien (150-215) Stromata Teppiche (BKV), Erstes Buch, XII,55.

Clemens hat beim Schreiben Hemmungen wegen der Menschen, die den Schweinen gleichen und „ungebildet“ sind, denn er will ihnen keinen Anlass zum Spott geben. Sehr ähnliche Bedenken hatte auch Hippolytus von Rom als er sein Buch über Christus und Antichrist schrieb. Er beginnt daher das Buch mit folgenden Anweisungen an den Empfänger:

Weil du die Hauptstücke, die ich dir vorgelegt habe, gründlich kennen lernen möchtest, mein lieber Bruder Theophilus, so habe ich für angemessen gehalten, das, wonach du forschest, aus den heiligen Schriften, wie aus einer heiligen Quelle zu schöpfen und dir vor Augen zu stellen, damit du es nicht allein mit Freuden den Ohren der Menschen vortragen, sondern auch nach Kräften die Thatsachen selbst untersuchen möchtest, um in Allem Gott loben zu können. Auch wird es dir ein sicherer Zehrpfennig in dem gegenwärtigen Leben sein, das, was Vielen schwer zu erkennen und zu erforschen ist, aus vorliegendem Vortrage zu entnehmen und in die Tafeln deines Herzens wie Weizen in reines Land zu säen. Zugleich wirst du damit Diejenigen beschämen, welche sich der heilbringenden Lehre widersetzen und sie bestreiten. Aber hüte dich, dasselbe ungläubigen und lästerlichen Zungen aufzuhängen, — das wäre gefährlich; — dagegen theile es religiösen und gläubigen Menschen mit, die da mit der Furcht Gottes heilig und gerecht leben wollen. Denn nicht umsonst ermahnt der selige Apostel den Timotheus, indem er sagt:  „O Timotheus, das Hinterlegte bewahre! Weise zurück die heillosen Wort-Neuerungen und Gegensätze der fälschlich sogenannten Erkenntniß.“ Und ferner: „Du also, mein Kind, erstarke in der Gnade, die da ist in Christus Jesus, und was du gehört hast von mir durch viele Zeugen, Dies lege nieder an zuverlässige Menschen, welche tüchtig sein werden, auch Andere zu lehren.“ Wenn nun der Selige mit Behutsamkeit das übergab, was von Allen leicht eingesehen werden konnte, indem er im Geiste erkannte, daß nicht Alle den Glauben daran hatten, wie viel mehr liefen wir dann Gefahr, wenn wir ohne Grund und aufs Gerathewohl unreinen und unwürdigen Menschen die Aussprüche Gottes mittheilten!

Hippolytus von Rom (170-235) De Christo et Antichristo Das Buch über Christus und den Antichrist (BKV), 1.

Und tatsächlich hörte ich schon, wie moderne Lehrer und Pastoren über dieses Buch lästerten und Hippolytus zerrissen. Es sind die „ungläubigen und lästerlichen Zungen“, vor denen Hippolytus bereits warnte, so wie Jesus vor den Schweinen. Sie waren in jeder Hinsicht unwürdig und keinesfalls tüchtig, den hohen Level geistlicher Betrachtung zu erfassen. Aber wie soll man bei einem Buch, das öffentlich allen zugänglich ist im Internet, gewährleisten, dass es nicht in falsche Hände kommt? Dass es nicht die Schweine lesen? Genau darum hatten viele frühe Christen Hemmungen bereits beim Schreiben. Und auch schon die Autoren des Alten Testaments kannten diese Bedenken, wie Athanasius von Alexandrien weiß:

„In meinem Herzen verbarg ich Deine Reden.“ Denn wenn man nicht wie in Schatzkammern die Gebote Gottes in seinem Herzen verschließt, so kommt der Böse und nimmt sie weg.“ Es sündigt gegen Gott, wer geheimer Reden gewürdigt wird, die man der Menge geheim halten soll, und sie nicht vor denen verbirgt, vor denen man sie verbergen soll. Denn es ist mit Gefahr verbunden, nicht nur Lügen auszusprechen, sondern auch die Wahrheit, wenn man überhaupt ausredet, was man nicht ausreden soll. Denn man soll die Perlen nicht den Schweinen vorwerfen noch das Heilige den Hunden geben.

Athanasius von Alexandrien (295-373) Expositiones in Psalmos Des hl. Athanasius Erklärung der Psalmen (BKV), Ps 118,1-40, CXVIII. 

Schon kann ich aus verschiedenen Richtungen die entrüsteten Einwände hören: „Geheime Reden?“ und „Seit wann gibt es im Christentum Geheimlehren? Ist das nicht vielmehr das Merkmal der Gnostiker?“ und ein besonders „bibelfester“ Lehrer wirft ein Herrenwort ein:

Jesus antwortete ihm: Ich habe öffentlich zu der Welt geredet; ich habe stets in der Synagoge und im Tempel gelehrt, wo die Juden immer zusammenkommen, und im Verborgenen habe ich nichts geredet. (Joh 18,20 SCH2000)

Ja, genau solche Einwände passen perfekt zum ersten Kapitel über die Häretiker und deren oberflächliches Verständnis der Rhetorik Gottes. Wer vermeintlich absolute Worte wie „stets“, „immer“ oder „nichts“ bei mir falsch versteht, versteht sie auch aus dem Munde Jesu falsch. Wir dürfen nicht mit unserem heutigen engstirnigen, menschlichen, linearen, politisch korrekten, konkordanten Wortverständnis an die Rhetorik der Antike herangehen. Schon gar nicht an die geistliche Rhetorik Gottes, die viel tiefer geht als seelische Menschen sie je verstehen werden. Tatsache ist, wenn man diesen einen Satz Jesu isoliert und wortwörtlich nimmt, dann war der Herr ein Lügner. Denn Er hat nicht „stets“ in der Synagoge und im Tempel gelehrt. Und „die Juden“ sind dort auch nicht „immer“ zusammengekommen. Einige Begebenheiten sind auch in den Evangelien dokumentiert, wo Er sehr wohl im Verborgenen redete zu wenigen Auserwählten. Ich denke da an den Berg, wo Jesus nur mit Seinen drei engsten Jüngern war und verklärt wurde. Was sie dort hörten und sahen, durften sie nachher niemandem sagen, auch nicht den anderen Jüngern. Oder das Vieraugengespräch, das Jesus mit Nikodemus hatte. Dort enthüllte Jesus dem Schriftgelehrten Dinge, die Er sonst so nirgendwo sagte, jedenfalls nicht in der Öffentlichkeit. Für menschlich gesinnte, weltliche Leser sind das Widersprüche im Neuen Testament, die sie an der Glaubwürdigkeit der Bibel zweifeln lassen - auch an der Glaubwürdigkeit Christi!

Für die frühen Christen war das alles aber stimmig und vom Heiligen Geist so eingerichtet, dass es nur die verstehen, denen es gegeben ist. Das war übrigens auch ein Grund, weshalb Jesus in Gleichnissen redete in der Öffentlichkeit. Die frühen Christen bekamen von den Aposteln nicht nur die gesunde Lehre unverfälscht überliefert, sondern auch, was davon Perlen sind. Maßgeblich war hier zuletzt der Apostel Johannes, der nicht nur einer der drei Auserwählten war, die die Verklärung Christi als Augen- und Ohrenzeuge miterleben durfte, sondern der auch noch einen anderen, ganz exklusiven Einblick gewährt bekam vom Herrn: nämlich die sogenannte Offenbarung, die heute das letzte Buch im NT ist. Darin erfahren wir, dass Johannes Dinge sah und hörte, die er gar nicht aufschreiben durfte, sie waren also geheim. Aus dem Grund wurde das Buch mit besonderer Ehrfurcht behandelt in den ersten Jahrhunderten und galt als geheime Offenbarung. Übrigens genossen alle Bücher des Johannes einen Sonderstatus von Beginn an. Sie wurden geschrieben als alle anderen Apostel längst tot waren und enthielten Reden Christi, die sonst in keinem anderen Evangelium stehen. Etwa zum Beispiel jenes bereits erwähnte vertrauliche Gespräch zwischen Jesus und Nikodemus. Im frühen Christentum wurde das wie eine Perle gehütet und selten zitiert. Seit ein paar Jahrhunderten wird ein Satz daraus besonders gerne in aller Öffentlichkeit hinausposaunt und bedenkenlos allen Ungläubigen vorgeworfen wie Perlen vor die Schweine: Er ist heute bekannt unter der Quellenangabe „Johannes 3,16“ und gilt in vielen Kreisen als der meistzitierte Satz der Bibel in der Neuzeit. Ganz anders war das im frühen Christentum. In den ersten drei Jahrhunderten schaffte es dieser Vers nicht einmal unter die Top 500 sondern versteckte sich irgendwo weit hinter Platz 900! Das liegt daran, dass die frühen Christen sich von den Aposteln leiten ließen und in ihre Fußstapfen traten. Und sie hielten sich an Christus und Sein Gebot, dass man Perlen nicht vor die Schweine werfen soll. Schließlich hatte der Herr diesen Satz auch keinem Ungläubigen gesagt, schon gar nicht in aller Öffentlichkeit. Wenn der Meister etwas zu einem verständigen Schriftgelehrten unter vier Augen sagt, welcher Jünger würde das dann den Passanten auf der Straße erzählen?

Ein anderer Apostel, dem ebenfalls geheime Dinge offenbart wurden, war Paulus. Er wurde in den dritten Himmel entrückt und schrieb kein Wort darüber, was er dort sah und hörte. Stattdessen schrieb er, dass sein Evangelium vor vielen Leuten verhüllt ist:

Wenn aber unser Evangelium verhüllt ist, so ist es bei denen verhüllt, die verlorengehen; bei den Ungläubigen, denen der Gott dieser Weltzeit die Sinne verblendet hat, sodass ihnen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus nicht aufleuchtet, welcher Gottes Ebenbild ist. (2.Kor 4,4-5)

Auch in diesem kurzen Satz steckt eine Fülle von Weisheit verborgen. Einen Aspekt davon haben wir in einem anderen Beitrag behandelt: Wer ist der Gott dieser Welt? Weitere Aspekte zeigt uns Johannes Chrysostomus:

„Damit ihnen nicht strahle das Leuchten des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi;“ nicht damit sie an Gott nicht glauben, sondern damit ihr bestehender Unglaube nicht sehe, was hinter der Hülle verborgen ist. Das hat auch uns Christus geboten, indem er befahl, die Perlen nicht vor die Schweine zu werfen. Denn hätte Gott auch vor Ungläubigen das Evangelium enthüllt, so wäre ihre Krankheit nur noch schlimmer geworden. Zwingt man Einen, der an den Augen leidet, in die Strahlen der Sonne zu schauen, so verschlimmert sich noch sein Übel. Darum verschließen auch die Ärzte solche Kranke in dunkle Räume, damit nicht das Gebrechen noch mehr zunehme. So nun muß man es sich auch hier vorstellen. Jene sind ungläubig gewesen aus eigener Schuld ; und einmal dem Unglauben verfallen, konnten sie dann nicht mehr die Wunder des Evangeliums schauen, indem Gott ihnen jetzt die Strahlen verschloß. So sprach auch Christus zu seinen Jüngern: „Darum rede ich in Gleichnissen zu ihnen, weil sie hörend nicht hören.“ Ein Beispiel mag uns, was ich sage, noch deutlicher machen. Denke dir irgend einen Heiden, der unsere ganze Lehre für ein Mährchen hält! Was wird nun für diesen besser sein, wenn er zu uns hereintritt und die Geheimnisse schaut, oder wenn er draussen bleibt? Darum sagt Paulus: „Damit ihnen nicht strahle das Leuchten;“ und dabei schwebt ihm noch immer der Vorgang mit Moses vor Augen. Denn was bei Moses gegenüber den Juden geschah, Das wiederholt sich bei allen Ungläubigen beim Evangelium.

Johannes Chrysostomus (344-407) In epistulam ii ad Corinthios argumentum et homiliae 1-30 Homilien über den zweiten Brief an die Korinther (BKV), Achte Homilie., II.

Hier sehen wir, dass Chrysostomus bereits ein Gratwanderer ist zwischen zwei Lehrtraditionen, die er harmonisieren will. Einerseits steht er noch mit einem Fuß auf der Lehre der Apostel, andererseits schon mit dem anderen Fuß im neuen weltlichen, menschlichen Gedankenmodell der Konstantinischen Kirche. Chrysostomos erkennt noch präzise, dass Paulus hier auf das Gebot des Herrn mit den Perlen vor die Schweine anspielte. Und er erkennt, dass auch das Evangelium solch eine Perle sein kann. Was er aber leider menschlich verwischt, ist die Ursache. Chrysostomus will offensichtlich niemand in der Seele weh tun und projiziert diesen seinen großen Wunsch auf Paulus, Jesus und Gott selbst, denen er menschliche Züge zuschreibt, die Rücksicht auf die Ungläubigen nehmen. So als würde Paulus oder gar Gott die Gläubigen behutsam psychologisch betreuen, bis sie bereit sind für das Evangelium und die Wahrheit. Und so als wäre das Evangelium in seiner Strahlkraft schlecht für die Ungläubigen, als müsse man die Ungläubigen verblenden, um sie zu schützen. Doch das tat Jesus nie und gebot Er auch nie. Stattdessen gebot Er Seinen Jüngern zu prüfen, ob eine Stadt oder ein Haus es wert sei, das Evangelium zu hören. Wenn nicht, dann sollen sie den Staub von ihren Füßen schütteln und weiter ziehen. Das ist eine komplett andere Position. Wir werden eine eigene Abhandlung über die Verblendung schreiben, wie bereits in dem anderen Beitrag (Wer ist der Gott dieser Welt?) angekündigt, aber hier nur soviel: Verblendung ist keine barmherzige Therapie Gottes für Ungläubige, wie sie Chrysostomus gerne sehen würde, sondern eine Strafe! Auch ist Schmerzvermeidung kein göttliches Konzept, weder im pädagogischen noch im ärztlichen Sinne. Und auch das Gebot, die Perlen nicht vor die Schweine zu werfen, gab Jesus aus einem anderen Grund, den Er explizit nannte: „damit sie dieselben nicht mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen.“ Jesus geht es also um die Perlen und die Jünger, nicht um die Schweine! Die Perlen sollen nicht zertreten werden von den Schweinen und die Jünger sollen nicht zerrissen werden von den Schweinen. Jesu Sorge um Seine Lehre, Seine Braut, Seinen Ruf, hat Chrysostomus umgedreht in eine Sorge um die armen Schweine. Damit verlässt er die Lehre der Apostel, geht über die Schrift hinaus, und legt einen Grundstein für spätere menschliche Ideologien. Den Rest hat er aber gut verstanden und erklärt. Und mehr noch: Chrysostomus kennt einen weiteren brisanten Ausspruch Christi, der gerne als Einwand vorgebracht wird:

Was ich euch im Finstern sage, das redet im Licht, und was ihr ins Ohr hört, das verkündigt auf den Dächern! (Mt 10,27 SCH2000)

Ist das denn nicht der Befehl Christi, dass wir alles von den Dächern herunter pfeifen sollen, gerade auch das, was Jesus im Verborgenen geredet hatte?! Chrysostomus weiß es besser und belehrt uns gekonnt:

Doch im Folgenden, sagst du, gebot er: „Was ihr mit euren Ohren höret, das predigt auf den Dächern“. Indes steht dies gar nicht im Widerspruch mit dem vorausgehenden [Gebot, das Heilige nicht den Hunden zu geben und die Perlen nicht vor die Schweine zu werfen]. Denn auch hier befiehlt er nicht allen, ohne Unterschied zu reden, sondern er will nur, dass diejenigen, die reden müssen, auch mit Freimut reden.

Mit dem Ausdruck „Hunde“ bezeichnet er aber hier jene, die in vollendeter Gottlosigkeit leben, und die keine Hoffnung mehr auf eine Änderung zum Besseren bieten. Unter den „Schweinen“ dagegen verstand er jene, die ein ganz unzüchtiges Leben führen; sie alle bezeichnet er als unwürdig einer so erhabenen Lehre. Dasselbe hat uns auch der hl. Paulus kundgetan mit den Worten: „Der sinnliche Mensch hört nicht auf das, was des Geistes ist; denn ihm ist dies Torheit“. Auch an anderen Stelle bezeugt er oft, dass ein schlechtes Leben die Ursache sei, weshalb jemand die Lehren der höheren Vollkommenheit nicht annehmen will. Deshalb befiehlt er auch, ihnen die Türen nicht zu öffnen; denn wenn sie einmal eingeweiht sind, so werden sie nur um so verhärteter. Denjenigen, die guten Willen und Einsicht haben, erscheinen die Wahrheiten voll Erhabenheit, wenn sie ihnen geoffenbart werden; den Toren dagegen eher dann, wenn sie ihnen verborgen bleiben. Da ihnen also die Natur das Verständnis für diese Dinge versagt hat, so will der Herr, dass sie ihnen verborgen bleiben, damit sie dieselben, wenn auch nur aus Unwissenheit, in Ehren halten. Auch das Schwein weiß ja nicht, was eine Perle ist; und weil es dies nicht weiß, soll es auch keine zu sehen bekommen, damit es nicht etwa zertrete, was es nicht zu schätzen weiß. Der einzige Erfolg davon wäre doch nur der, dass solche Leute noch größeren Schaden davon hätten, wenn sie mit diesen Dingen bekannt gemacht würden. Denn das Heilige wird von ihnen verunehrt, weil sie nicht verstehen, was es ist; und dann werden solche Menschen nur um so übermütiger und feindseliger gegen uns. Das ist nämlich der Sinn der Worte: „damit die dieselben nicht zertreten und sich dann gegen euch wenden und euch zerreißen“. Doch wendet man ein: Dieses Heilige sollte eben so überzeugungskräftig sein, dass es auch dann widersteht, wenn man es kennen gelernt, und dass es den anderen kein Anlass wird, sich gegen uns zu wenden.

Doch daran ist nicht das Heilige schuld, sondern der Umstand, dass jene Schweine sind; wie ja auch die Perlen nicht deshalb mit Füßen getreten werden, weil sie wertlos sind, sondern weil die unter Schweine fielen. Auch sagt der Herr ganz passend: Sie werden sich gegen euch wenden und euch zerreißen. Sie heucheln nämlich solange guten Willen, bis sie die Geheimnisse erfahren haben; ist dies geschehen, so werfen sie die Maske ab und verspotten uns, verhöhnen und verlachen uns und sagen, sie hätten uns hinters Licht geführt. Aus diesem Grunde schrieb auch der hl. Paulus an Timotheus: „Vor ihm hüte auch du dich; denn er setzte unseren Worten großen Widerstand entgegen“. Ebenso sagt er an einer anderen Stelle: „Von solchen Menschen wende dich ab“, und: „Einen häretischen Menschen meide, nachdem du ihn ein und ein zweites Mal ermahnt hast“. Es sind also nicht die Lehren des Herrn, die jenen die Waffen in die Hand geben, sondern ihre eigene Torheit bringt die dazu und macht, dass sie nur noch kecker werden. Es ist deshalb auch kein geringer Nutzen für sie, wenn man sie in ihrer Unwissenheit belässt; denn so werden sie wenigstens die Lehren nicht verachten. Wenn man sie ihnen dagegen mitteilt, so ist der Schaden ein doppelter. Denn sie selbst haben nicht nur keinen Nutzen davon, sondern sogar größeren Nachteil, und dir werden sie unendlich viel zu schaffen machen.

Das sollen sich jene gesagt sein lassen, die mit allen ohne Unterschied Gemeinschaft pflegen und so das Heilige verächtlich machen. Aus diesem Grunde feiern wir ja die heiligen Geheimnisse bei verschlossenen Türen und weisen die Uneingeweihten zurück, nicht als ob wir glaubten, das, was wir tun, beruhe nicht auf sicherer Grundlage, sondern weil die große Menge noch zu unreif dafür ist. Deshalb hat auch Christus oft in Parabeln zu den Juden gesprochen, weil sie zwar Augen hatten, aber doch nicht sahen. Aus dem gleichen Grunde sagte auch der hl. Paulus, man soll wissen, wie man einem jeden antworten muss.

Johannes Chrysostomus (344-407) In Matthaeum homiliae I-XC Kommentar zum Evangelium des hl. Matthäus (BKV), Dreiundzwanzigste Homilie. Kap. VII, V.1-21., 3.

Wie ich bereits erwähnte, war Chrysostomus ein Gratwanderer, genauer gesagt ein Verbinder. Er wollte beide Seiten, die alte apostolische und die neue konstantinische, in Harmonie miteinander bringen. So erklärt er einerseits nicht nur sehr verständig im Sinne der Apostel, wie die Aussprüche und Befehle Christi zusammen passen und zusammen gehören, sondern beschreibt uns andererseits auch seine gemischte Kirchenpraxis. Dort findet der erste Teil des Gottesdienstes bereits öffentlich statt, so wie das Kaiser Konstantin einführte und bis heute üblich ist in den Staatskirchen und den meisten Freikirchen. Aber danach kam die Gemeinschaft und die Feier der „heiligen Geheimnisse“, und die fanden noch (wie bei den Aposteln üblich) hinter verschlossenen Türen statt. Da durfte kein Fremder dabei sein, auch nicht „die Uneingeweihten“, die zurückgewiesen (also vor die Tür gebeten) wurden. Was die BKV mit „Der sinnliche Mensch“ übersetzt, heißt bei Chrysostomus im griech. Original eigentlich „Der Seelische“, wir hatten das bereits im Kapitel über die Seelischen. Und mit den „Uneingeweihten“ meinte er die Katechumenen. Hier schließt sich der Kreis. Sowohl die Häretiker als auch die Seelischen als auch die Katechumenen hat auch noch Chrysostomus mit den Schweinen identifiziert vor die man nach dem Gebot Christi keine Perlen werfen soll. Die Christen unterschieden also nachweislich bis in die Mitte des 4. Jahrhunderts noch zwischen verschiedenen Gruppen und gaben darauf acht, keine Perlen vor die Schweine zu werfen. 

Abgesehen davon lebten die Apostel und frühen Christen in einer Welt, wo noch jedes Buch mit der Hand kopiert wurde. Jedes Exemplar war von Hand geschrieben. Daher überlegte man sich gut, welche Bücher man kopiert und für wen. In erster Linie kopierte man die heiligen Schriften nur für die Heiligen, für die Gemeinden, nicht für Ungläubige oder Unwürdige. Manuskripte waren wertvoll und Mangelware. So landeten die Bücher des Johannes weiter hinten, was auch ihrer Entstehungszeit entspricht - auch da waren sie die letzten, und das war sicherlich kein Zufall. Der Heilige Geist weiß, was Er tut, auch in welcher Reihenfolge Er Bücher inspiriert und in die Welt setzt.

Erst im 15. Jahrhundert änderte sich das schlagartig mit der Erfindung des Buchdrucks. Auf einmal konnte man in kürzester Zeit unfassbar viele Kopien von Büchern drucken. Ein Buch der Bibel wurde besonders beliebt. Es hieß „Die heimlich offenbarung iohannis“ und wurde von dem deutschen Grafiker Albrecht Dürer herausgebracht. Er zeichnete zu beinahe jedem Kapitel der Offenbarung des Johannes eine ausdrucksstarke Illustration. Zu diesem Bilderzyklus, bekannt auch unter dem Namen „Dürers Apokalypse“, wurde der deutsche Text der Offenbarung aus der Koberger Bibel gedruckt. Der Buchdrucker Anton Koberger war der Taufpate von Albrecht Dürer und druckte 1483 eine der besten, vollständigen, gut lesbaren deutschen Bibeln vor Martin Luther. Mit seinem Apokalypse-Büchlein zog nun Dürer durch die deutschsprachigen Lande und verkaufte es auf der Straße. Es fand so reißenden Absatz, dass Dürer nicht nur davon seinen Lebensunterhalt bestreiten konnte, sondern sogar der Vatikan darauf aufmerksam wurde und eine lateinische Version des Büchleins herausbrachte. All das Jahrzehnte bevor Martin Luther mit seiner Bibelübersetzung begann. In Windeseile konnten Bücher unters Volk gebracht werden, die davor durch wenige Stückzahlen nur einem begrenzten Leserkreis zugänglich waren.

Der nächste Quantensprung war 500 Jahre später die Erfindung des Internets im 20. Jahrhundert. Ab da waren die Bücher noch schneller und billiger zugänglich, nämlich per Knopfdruck auf jedem Computer mit Internetanschluss und seit dem 21. Jahrhundert sogar auf jedem Smartphone. Jeder kann nun eine digitale Bibliothek von Büchern in der Hosentasche bei sich tragen. Was wie ein Segen wirkt, entpuppt sich auch als Gefahr. Denn wer liest noch Bücher im Gesamtzusammenhang und erfasst ihren Sinn, wenn man einzelne Sätze per Suchmaschinen in Millisekunden findet? Und wie verhindert man heute, dass die Perlen den Schweinen vorgeworfen werden?

Kann und soll man dieses Gebot Christi überhaupt noch befolgen? 

Ich meine, ja, auf jeden Fall! Gott macht keine Fehler und Christus gibt uns keine Gebote, die irgendwann nicht mehr befolgt werden können, nur weil die Menschheit „weiter“ wäre. Wir können dem Herrn weder davon laufen noch Ihn veranlassen, Seine Gebote zu überdenken und an unsere Zeit anzupassen. Er ist der Ewige, der Seiende. Er kennt den Ausgang der Menschheit und der Welt noch bevor Er sie erschaffen hat. Er ändert sich auch nicht. Daher ändern sich auch nicht Seine Gebote, Methoden, Prinzipien und Maßstäbe - und schon gar nicht Seine Lehre und Sein Wort. Was sich vielleicht ändert, ist die Bereitschaft der Menschen zum Gehorsam, ihre Rebellion, ihr Eigensinn, ihr Abfall von ihrem Schöpfer und Retter. Das wird immer schlimmer. Und daher wird es eigentlich immer wichtiger, keine Perlen vor die Schweine zu werfen.

Christi Lehrprinzip ist über die Jahrtausende auch nicht reformbedürftig. Immer noch gilt, dass der Schüler vom Lehrer lernen und alles treu bewahren und weitergeben soll. Der hier mehrfach zitierte Hippolytus von Rom hatte beispielsweise eine noch unterbrechungsfreie Überlieferungskette bis zum Apostel Johannes. Das ist nicht nur ein Privileg für ihn, sondern auch ein Auftrag an uns, auf ihn zu hören, anstatt uns hochmütig über ihn zu erheben und uns einzubilden, dass wir besser unterwiesen wären und die Schriften besser verstünden, die er noch im Originalzustand in Händen halten und lesen konnte. Zusätzlich lebte und wirkte er in einer Gemeinde, die von mehreren Aposteln unterwiesen wurde, und konnte dort die richtigen Anwendungen, die Praxis der Apostel noch hautnah erleben. Tertullian betont:

Wir stehen mit den apostolischen Kirchen in Gemeinschaft, was bei keinem einzigen der uns entgegenstehenden Lehrsysteme der Fall ist. Das ist das Zeugnis für die Wahrheit.

Tertullian (160-220)  De praescriptione haereticorum  Die Prozeßeinreden gegen die Häretiker (BKV), 21. Kap.

Ähnliches gilt für alle anderen frühen Christen. Sie lebten uns vor, worauf es ankommt und worauf wir achten müssen. Und sie hatten, wie man in diesem Beitrag hoffentlich gut sehen kann, große Ehrfurcht und Hemmungen, alles aufzuschreiben, denn sie wollten auf keinen Fall Perlen vor die Schweine werfen. Das ist sicherlich auch mit ein Grund, weswegen so wenige Apostel überhaupt etwas schrieben und weswegen wir zu gewissen Themen gar nichts schriftlich haben. Auch das sollte uns zu denken geben und demütig machen.

Wir kommen also nicht darum herum, auch heute noch persönliche Lehrbeziehungen aufzubauen und zu pflegen und uns von den frühen Christen dabei anleiten zu lassen. Die modernen Medien mögen verlockend sein, aber ich nehme erstens immer mehr ihre Gefahr wahr und weiß zweitens, dass sie uns nicht ewig zur Verfügung stehen werden. Die Gefahr ist, dass wir unser Gegenüber, mit dem wir per Telefon, eMail, sozialen Medien oder irgendwelchen Chats kommunizieren, weder sehen noch überhaupt sicher sein können, dass es ein Mensch ist, geschweige denn, welche Motive er oder sie hat und was die Leute ein paar Minuten später aus dem machen, was wir ihnen gesagt haben. Ich bemerke immer mehr Trolle und Chatbots, die sich in sozialen Medien einschleusen in Diskussionen und sie in die eine oder andere Richtung lenken. KI (Künstliche Intelligenz) ist die nächste Gefahr, der wir ausgesetzt sind, die uns manipulieren und hinters Licht führen kann, indem sie uns falsche Informationen liefert, falsch übersetzt, oder falsche Hoffnungen macht indem sie halluziniert.

Wir müssen nicht nur zurück zur ursprünglichen Lehre, sondern auch zum ursprünglichen Lehrsystem, das der Herr Jesus gründete und vorlebte. Alles andere ist letztendlich hochmütiger Ungehorsam gegenüber dem Meister - und wird scheitern. Wenn wir keine Perlen vor die Schweine werfen wollen, müssen wir erstens die Schweine identifizieren können da draußen und zweitens die Perlen. Beides erfordert persönliche Begegnungen und Urteilsvermögen, das aus der richtigen, nämlich überlieferten, Lehre der Apostel kommt.

Und so haben wir in der Gemeinde uns vorgenommen, hier noch gewissenhafter zu werden und bewusster zu prüfen, mit wem wir es zu tun haben, bevor wir etwas preisgeben. Wir werden nicht mehr jedem alle Fragen beantworten - und schon gar nicht öffentlich auf unserer Website im Internet. Wir wollen keine törichten Streitfragen diskutieren und auch keine Perlen vor die Schweine werfen und haben Gott um Vergebung gebeten, wo wir das bisher taten. Wir werden nur noch Menschen betreuen, die wir kennen oder kennenlernen können, weil sie Gemeinschaft mit uns pflegen. Wir werden die Menschen unterschiedlich behandeln, so wie es die Apostel und die frühen Christen uns vorlebten. Ungläubige, Häretiker und Seelische werden von uns nicht dasselbe erfahren wie Katechumenen, und diese wiederum nicht dasselbe wie Brüder und Schwestern in der Gemeinde. Und wir sind uns bewusst, dass die digitalen Medien und Internetanschlüsse uns jederzeit genommen werden können. Daher verlassen wir uns nicht auf sie, sondern werden immer auch analog bleiben und verstärkt auf die vom Herrn vorgegebenen Methoden setzen.

Und nun weiss ich dieses Geheimnis, dass die Sünder das Wort der Wahrheit vielfach ändern und verdrehen werden, und dass sie schlimme Reden führen, lügen und grosse Betrügereien erfinden werden und dass sie Bücher über ihre Reden schreiben werden.

Wenn sie aber alle Reden richtig niederschreiben in ihren Sprachen und nichts ändern und kürzen an meinen Reden, sondern alles richtig niederschreiben, alles, was ich zuvor über sie bezeugt habe: so weiss ich ein anderes Geheimnis, dass nämlich den Gerechten und Weisen die Bücher werden gegeben werden zur Freude, zur Rechtschaffenheit und zu vielfältiger Weisheit. Und ihnen werden die Bücher gegeben werden, und sie werden daran glauben und sich darüber freuen, und alle Gerechten, die aus ihnen alle Pfade der Rechtschaffenheit kennen lernten, werden ihren Lohn empfangen.

Das Buch Henoch, Teil V, 104,10-13