Das prophezeite Pascha
Der frühe Christ Tertullian weist uns darauf hin, dass der Prophet Jeremia die christologische Bedeutung des Pascha vorhersagte:
Aber auch Jeremias, wenn er sagt: „Und ich werde sie versammeln von den Enden der Erde am Festtag des Pascha“, bezeichnet den Tag auch des Pfingstfestes, welches eigentlich der Festtag ist.
Tertullian, De baptismo, Über die Taufe (DLDA), 19,2
Dieses Prophetenwort finden wir heute nur noch in der Septuaginta (LXX) in Jeremia 38,8 bzw. 31,8 - je nach Zählung. Alle Bibeln, die dem Masoretentext (MT) im Alten Testament folgen, verpassen hingegen diese (und nicht nur diese) messianische Prophetie. Für die frühen Christen war die Heilige Schrift, wie sie der Herr und Seine Apostel hatten, maßgeblich. Daher kannten sie diese Prophetie und deren historische Erfüllung im Neuen Testament. Es würde einen eigenen Beitrag füllen, um auszuführen und mit Zitaten zu belegen, wie die frühen Christen das Pascha verstanden, lehrten und feierten. Solch ein Beitrag kommt vielleicht noch zu gegebener Zeit. Hier reicht der Hinweis, dass der Prophet Jeremia einen bestimmten Festtag des Pascha in der Zukunft vorhersagte, an dem der Herr die Völker versammeln werde vom Ende der Erde. Und dass die frühen Christen diese Prophezeiung nicht nur kannten, sondern auch verstanden - im Gegensatz zu späteren Christen, denen beides fehlt. Sollte uns das nicht demütig und neugierig machen?