• geschrieben von: Tertullian
  • Erscheinungsjahr: 198

Der Anlass dieses Büchleins ist in allen 20 Kapiteln ersichtlich: Verschiedene Irrlehrer und Verführer – oft auch Verführerinnen – greifen die Taufe an und wollen sie entweder herunterspielen bis zur vollständigen Abschaffung oder sie allen und jedem gestatten bis zur heillosen Beliebigkeit. Tertullian erkennt die Gefahr für die Taufe und, dass daran die Einheit des Leibes Christi, der weltweiten Kirche, zerbrechen kann. Er sieht die möglichen Spaltungen voraus und will mit diesem Werk dagegen kämpfen und zurück zur ursprünglichen Ordnung rufen, die nur in der Einheit der Lehre der Apostel zu finden ist.

Leider zeigt uns die Geschichte, dass Tertullian einer der letzten Christen war, der die Gefahr im Voraus erkannte und energisch lautstark dagegen lehrte. Er widerlegt in diesem Büchlein nicht nur sämtliche falschen Lehrmeinungen über die Taufe, sondern beweist kompetent aus der Schrift und mündlichen Überlieferung die einzig richtige Taufe in Theorie und Praxis.

Nach Tertullians Tod nahmen seine Gegner erst richtig Fahrt auf und führten die Christenheit dorthin, wo sie heute ist: Erfüllt durch eine Vielzahl einander widersprechender Lehren und Praktiken über die Taufe, die eine Einheit der Christen unmöglich macht und zu üblen Feindschaften, Verfolgungen und Blutvergießen innerhalb des Christentums führte.

Somit ist dies kleine Werk ein großes Mahnmal der Geschichte, ein historischer Befund, woher die Irrlehren und Spaltungen kamen noch bevor sie richtig Fuß fassen konnten, und eine Anleitung, was dagegen unternommen werden muss, damit die von Christus befohlene Einheit wieder hergestellt wird, die von den Aposteln bis zu Tertullian authentisch bewahrt wurde.

Wir haben dieses Werk völlig neu übersetzt aus dem Lateinischen Original als Buch herausgebracht im Zuge unserer Serie: Frühchristliche Werke